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Mit dem Mountainbike die Gegend erkunden

Sich den Fahrtwind um die Nase wehen lassen, ab und zu einen Blick auf den See erhaschen und auf dem Mountainbike die Gegend um den See kennenlernen, klingt nach einer sehr guten Idee für den perfekten Urlaub am Gardasee. Auch auf dem Mountainbike wird einmal mehr die Vielfalt der Region deutlich: Anspruchsvolle Bergtouren, spektakuläre Downhills oder entspannte Touren am Seeufer sorgen für Abwechslung. Stärken kann man sich während oder nach einer Tour in einer der zahlreichen Einkehrmöglichkeiten. Es gibt beispielsweise viele Hütten, in denen man sich mit leckeren und frischen Speisen und Getränken stärken kann.

Obwohl es die eine oder andere gemütliche Tour gibt, Mountainbiken auf den bekannten Trails am Gardasee ist vor allem für diejenigen geeignet, die die sportliche Herausforderung suchen. Denn die Fahrt über Geröll, egal ob steil nach oben oder unten, erfordert technisches Geschick und Erfahrung. Mountainbiker profitieren von einem gut ausgebauten Streckennetz. Nur wenige Abschnitte sind für Biker gesperrt. Meist aus Gründen des Natur- und Artenschutzes oder um Kollisionen mit Wanderern oder anderen Verkehrsmitteln zu vermeiden, weisen Verbotsschilder auf eine Sperrung hin. Insbesondere in den Sommermonaten, während der Transalp-Zeit und wenn viele Urlauber am See unterwegs sind, sind die Trails gut besucht. Damit weiterhin so viele Trails genutzt werden können, gilt, auf sich und andere zu achten. Und vor allem sollten Biker auf die Natur Rücksicht nehmen.

Einige der Routen sind in Mountainbiker-Kreisen beinahe schon legendär. Der Supertrail Sentiero 601 von der vom Monte Altissimo auf 2.074 Metern bzw. der Damiano-Chiesa-Hütte nach Nago zieht sich über knapp 2.000 Höhenmeter und bietet alles, was zum Downhill Vergnügen dazu gehört. Der Trail mit S1 bis S4 Niveau ist anspruchsvoll und zieht sich als felsiger Karrenweg, gespickt mit Felsstufen, ins Tal. Nur technisch versierte Fahrer sollten sich diesen Trail vornehmen, denn der Anspruch, den die Strecke an die Fahrer stellt, ist hoch. Unterwegs auf Geröll, lassen sich die steilen Hänge nur mit fahrerischem Können bewältigen. Belohnt werden die Fahrer aber mit einer guten Aussicht und der Freude darüber, diesen legendären Trail bewältigt zu haben. Etwas gemütlicher ist die Tour von Arco zum Gipfel San Giovanni al Monte. Der Gipfel liegt auf ca. 1.125 Meter. Als Belohnung wartet nicht nur der herrliche Blick vom Gipfel, sondern die Einkehr in der Berghütte San Giovanni.

Eine der beliebtesten Routen führt von Riva oder Limone auf den Tremalzo-Pass. Je nach Kondition und Zeit kann die Strecke über die vielen Kurven einer im 1. Weltkrieg angelegten Schotterpiste führen oder etwas entspannter vom Ledro-See über Bocca dei Fortini und die Rifugio Passo Nota zum Tremalzo-Pass. Einmal mit dem Mountainbike den Pass zu überqueren ist aber beinahe ein Muss für Mountainbiker. Eine der einfacheren Touren führt von Riva nach Pregasina. Die Strecke führt durch einige Tunnels und bietet zwischendurch immer diesen spektakulären Blick auf den See. Auf der 13 Kilometer langen Strecke werden 485 Höhenmeter bewältigt, was eine eher sanfte Steigung ist. Die Route ist daher perfekt zum Einstieg geeignet.

Da sich Jahr für Jahr immer mehr Mountainbiker von den tollen Trails begeistern lassen, ist die Infrastruktur für Biker dementsprechend gut. Bikeshops sind fast überall am See zu finden, besonders in den Städten Riva, Arco und Torbole. Hier erhalten Mountainbiker alles, was das Herz begehrt. Ausrüstung wie Fahrräder oder Helme zum Kaufen und Leihen, Ersatzteile oder Fahrradbekleidung sind verfügbar. Infos zu Routen und Insidertipps gibt’s gerne dazu. In den letzten Jahren hat auch das Angebot an geführten Mountainbike-Touren zugenommen. Besonders Fahrer, die die Gegend nicht kennen oder gerne in der Gruppe unterwegs sind, nutzen dieses Angebot.