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Kurz mal abtauchen und die Unterwasserwelt erforschen: Tauchgang am Gardasee

An Land ist die Region um den Gardasee bunt, vielfältig und abwechslungsreich. Doch vor allem die Unterwasserwelt hat einiges zu bieten. Sogar die reiche Geschichte des Landes kann unter Wasser bewundert werden, hier sind etliche Schätze zu finden. An der tiefsten Stelle ist der See 346 Meter tief.

Mit einer Größe von 369,95 Quadratkilometern und einer angenehmen Wassertemperatur bietet der See beste Bedingungen für den ultimativen Tauchspaß. Beim Urlaub am Gardasee können vor allem Aktivurlauber bella figura machen. Denn der größte italienische See ist ein Mekka für Wassersportfans wie Taucher oder Surfer. Kein Wunder, dass es rund um den Lago di Garda zahlreiche Tauchbasen zu finden sind. Sowohl Anfänger als auch erfahrene Taucher können sich hier austoben und den See aus einer anderen Perspektive kennenlernen. Darüber hinaus ist für die richtige Ausrüstung gesorgt. Und so manchen wertvollen Tipp, wo etwas entdeckt werden kann oder auf was geachtet werden sollte, gibt es dazu. Tauchen ist im Gardasee sicher, dennoch gibt es einige Regeln zu beachten. So müssen Taucher mit rot-weißen Signalbojen oder einer rot-weißen Flagge am Boot die Tauchzone markieren. Wer sich an diese Regeln steht, dem steht beim Tauchspaß nichts mehr im Weg.

Tauchen im Gardasee ist besonders im Frühling und Herbst empfehlenswert, wenn die Sicht klarer ist. Im Sommer vermiesen die Algen so manchem Tauchsportler die Aussicht und die Laune am Tauchvergnügen. Eine Tauchlampe ist im See tagsüber ohnehin Pflicht. Ebenso ein Neoprenanzug, denn die Temperatur im See ist meist kühler als im Meer. Im Herbst ist die Wassertemperatur durch die warmen Sommermonate in den Tiefen mit 16-19 Grad noch angenehm warm. Im Frühjahr muss hingegen noch mit kühleren Wassertemperaturen gerechnet werden.

Besonders beliebt bei Tauchern ist die Unterwasserwelt im Norden des Gardasees. Deshalb gibt es vor allem in Riva del Garda und Nago-Torbole besonders viele Tauchbasen. Vom Yachthafen von Porto San Nicolò kann der Tauchausflug beispielsweise beginnen. Mit einer Tiefe von 40 Metern ist dies ein Tauchrevier, was selbst für Tauchprofis anspruchsvoll ist. Denn die maximale Tiefe fürs Sporttauchen wird mit ungefähr 40 Metern angegeben. Je tiefer man kommt, desto klarer wird die Sicht. Zu sehen gibt es vor allem Fische und Pflanzen, die im See ihre Heimat haben. An einer gekennzeichneten Stelle findet sich in ungefähr 15 Metern eine zwei Meter hohe Christusstatue, sicher ein Denkmal, das man nicht unbedingt erwarten würde. Und nicht weit entfernt fällt der Meeresboden in beeindruckenden Steilhangen auf bis zu 40 Metern Tiefe ab. Wer sich bis ganz nach unten wagt, der trifft außerdem auf einen Panzer aus dem 2. Weltkrieg.

Anfänger bevorzugen den Tauchplatz an der Baia Azzurra mit einer Wassertiefe von etwas 30 Metern. Hier lassen sich besonders die Felswände mit den Aalschwärmen beobachten. Anfänger tauchen besonders gerne im Nachbarort Nago-Torbole vor der Villa Cian, denn mit einer Wassertiefe von 20 Metern fühlen sie sich hier sicher. Für erfahrene Taucher bietet sich die Tauchzone Il Muretto an. Wer sich bis zu 40 Meter in die Tiefe wagt, wird mit einem einzigartigen Blick auf Fischschwärme belohnt. Sowohl die Tauchzonen in Riva del Garda als auch die in Nago-Torbole sind von Land aus zu erreichen.

Alle, die ihren Urlaub im Süden in Lazise oder Sirmione verbringen, sollten unbedingt zu einer im 16. Jahrhundert gesunkenen venezianischen Galeere tauchen. Das Schiffswrack liegt in 30 Meter Tiefe vor dem Hafen von Lazise. Voraussetzung ist allerdings eine kurze Fahrt mit dem Boot, denn die Galeere liegt ungefähr 500 Meter vor dem Hafen im See. Dieser besonders beeindruckende Tauchausflug ist allerdings nur für geübte Taucher zu empfehlen. In Val di Sogno bei Malcesine wartet das Wrack des Kajütboots Roma auf Taucher. Das Wrack, das 1991 gesunken ist, ist sehr gut erhalten. Ebenfalls im Süden des Sees bei Desenzano ist bei Punta del Vó eine fast drei Meter hohe Madonnenstatue in acht Metern Tiefe zu finden. Diese Madonna trägt in ihren Armen eine Tauchflasche und soll Taucher und Unterwasserfischer beschützen. Eine ganze Krippe lässt sich im östlichen Teil des Sees unter Wasser finden. Bei Torri del Benaco gibt es in 24 Metern Tiefe eine Grotte, in der 30 Krippenfiguren eine neue Heimat gefunden haben.